journey to embrace yourself and your life

So wie es aussieht wird aus meinem ersten richtigen Post, nach meinem Vorstellungstext, direkt ein Text, gefüllt mit meinen Gedanken zum Thema Selbstakzeptanz, oder generell das Akzeptieren und lieben des eigenen Lebens. Ich selbst bin eine Person, die bis vor einiger Zeit noch gar nicht bewusst wahrgenommen hat, dass einem sowas überhaupt zur Auswahl steht. Mal etwas genauer: Was auch immer ich getan habe, wo auch immer ich war, wie auch immer ich aussah, ich habe es nie selber bewusst wahrgenommen und geschätzt, sondern immer mit anderen verglichen. Man könnte sagen, ich habe mit meinem Leben und mir selbst meistens nur versucht andere Menschen und deren Leben zu kopieren, und in meiner Vorstellung immer das Bild dieser Menschen gehabt, wie sie sich gut gefühlt haben bei dem was sie taten oder wie sie aussahen, um mich ebenfalls gut fühlen zu können. Dass jeder Einzelne einzigartig und besonders ist, dass man von jeder Person etwas lernen kann, und dass ich selbst ein wundervolles und wirkliches Leben habe, auch wenn es nicht perfekt ist, war mir gar nicht wirklich bewusst. Ich habe nicht nur mein eigenes Lebens als schlechte Kopie gesehen, sondern auch das von vielen anderen Menschen um mich herum, ein ziemlicher Teufelskreis eigentlich. Die Tatsache, dass in meinem Leben viele Dinge nicht so laufen wie ich es gerne hätte, – was natürlich auch bei niemandem sonst der Fall ist – habe ich oft als Begründung genommen, mich und mein Leben nicht zu lieben, und mir selbst nur durch die Kopie eines scheinbar besseren Leben von anderen ein gutes Gefühl zu verschaffen. Oft habe ich auch aus eigentlich gar nicht so bedeutsamen Dingen die nicht perfekt liefen, einen Grund genommen, auch den Teile meines Lebens nicht so zu gestalten wie ich es eigentlich wirklich gerne gehabt hätte und Verantwortung zu übernehmen. Daneben kam immer diese Angst in mir, irgendwas komplett falsch zu machen oder einfach insgesamt komplett falsch zu sein und nicht in der Lage dazu zu sein, irgendetwas ‘‘normal‘‘ hinzubekommen. Irgendwann kam dann ein Moment, indem mir klar wurde, wie viel schöner es wäre, wenn ich mein Leben und mich selbst einfach bedingungslos, unabhängig von irgendwelchen Voraussetzungen, einfach lieben, gestalten und akzeptieren könnte.. Es wäre als tausend Mal schöner!

Ist es nicht ein schöner Gedanke, dass es dich selbst noch niemals vorher auf der Welt gab und niemals geben wird? Du kannst du selbst sein und mögen wer du bist und wer du sein wirst, denn du wirst niemals gut darin werden, jemand anderes zu sein.

Wenn mir das mittlerweile immer gelingen würde, würde ich wahrscheinlich nicht so viel darüber nachdenken, dass ich einen Blogpost darüber schreiben würde. Trotzdem arbeite ich jeden Tag immer wieder daran, mein Leben mit all seinen Ecken, Kanten und Veränderungen bedingungslos zu akzeptieren, zu lieben und mit meiner Verantwortung das Beste daraus zu machen und alle kleinen Dinge bewusst zu schätzen zu wissen. Ich möchte lernen, mich selbst und mein Leben immer mehr zu lieben, egal wie ich an diesem oder jenen Tag aussah, oder was ich alles geschafft und getan habe. Ich möchte lernen Dinge nur noch zu tun, weil ich selbst Spaß daran habe und ich mich dadurch gut fühle, unabhängig davon, was andere Menschen machen, die mich inspirieren. Ich möchte lernen den einzigartigen Ort auf der Welt, an dem ich mich befinde, unabhängig vom Vergleich mit anderen Plätzen auf der Erde zu lieben und zu akzeptieren.


Die Tatsache, dass ich verantwortlich für mich und mein Leben bin, und ich selber dafür verantwortlich bin, wie mein Leben jetzt aussieht und wie ich es sehe, und mich weder Ablehnung gegenüber dem was ist, noch Selbstmitleid irgendwo hinführen wird, ist unglaublich befreiend. Ich möchte mich und mein Leben immer lieben und akzeptieren, und trotzdem das verändern was ich kann und möchte. Das was ich ich verändern möchte, aber nicht kann, möchte ich ganz so wie es ist akzeptieren, und mit einer positiven Lebenseinstellung betrachten.

Eine besonders große Rolle spielt für mich dabei Achtsamkeit und Präsenz im Alltag, immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ich selbst meine Weltanschauung kreiere, und ich diese jederzeit verändern kann, genauso wie unglaublich viele andere Dinge. Wenn ich weiß, dass ich so viele Dinge bewusst nach meinem Geschmack gestalten kann, fällt es mir viel einfacher, in den Dingen und Veränderungen, die ich nicht nach meinen Vorstellungen verändern kann, das Positive zu sehen und sie anzunehmen, ganz so wie sie sind. Das Leben muss nicht makellos sein, um wunderschön zu sein. Und wie seht ihr das? In diesem Sinne..

15 Kommentare

  1. 26. Juli 2017 / 15:32

    Wow, ein wirklich schöner Text! Stimme dir da cuh absolut zu, die Gedanken hatte ich auch schon! 🙂

    Liebste Grüße <3

    Sophicially

  2. 28. Juli 2017 / 12:53

    Ich finde du sprichst ein wirklich wichtiges Thema an! Anfang dieses Jahres habe ich mich auch mit Selbstliebe auseinander gesetzt. Mir ist auch aufgefallen, dass ich wirklich oft, auch wenn es unbewusst war, versucht habe jemanden zu kopieren. War wirklich so quatsch ist. Du schreibst es ja, dass es schöner Gedanke ist, dass man selbst nur einmal auf der Welt ist. Ich finde diesen Gedanken auch ziemlich cool!

    Liebe Grüße und dir ein schönes Wochenende!
    Anna 🙂
    https://wwwannablogde.blogspot.de

  3. 28. Juli 2017 / 15:21

    Was für schöne worte du gefunden hast für so ein wichtiges Thema.
    Selbstliebe ist so unglaublich wichtig aber man muss es manchmal echt lernen.
    Lernen man selbst zu sein, seine Fehler und Schwächen zu akzeptieren und positiv gestimmt zu sein.
    Egal wie, wir sind alle einzigartig.

    alles Liebe deine Amely Rose

  4. 29. Juli 2017 / 12:38

    Ehrlich gesagt, war ich erst ein bisschen erschlagen von dem großen Text, aber ich bin froh ihn trotzdem gelesen zu haben. Es freut mich sehr zu lesen, dass du einen Weg gefunden hast, zufriedener mit deinem Leben zu sein. Ich selber bemühe mich sehr, bewusst zu leben. Ich denke ich über alles und die Welt nach, muss mich dann aber auch mal dazu zwingen einfach auf zu stehen und einfach zu machen, egal was die anderen machen oder vielleicht denken könnten. Einst habe ich mich auch immer an anderen orientiert: ach die haben alle so schöne lange Haare, das will ich auch. Jetzt weiß ich, dass ich mich mit Schulter langen Haaren viel wohler fühle.
    Ach die anderen sind damit glücklich, dann ich bestimmt auch. 1.Nein schließe nicht von anderen auf dich selber. 2.Woher weißt du den, dass die anderen glücklich sind.

    Dein Text finde ich echt toll und auch mutig von dir das aufzuschreiben und zu veröffentlichen was du denkst. Viele denken sicherlich "man die soll sich nicht so anstellen" oder verstehen gar nicht was das Problem ist. Aber ich fand es sehr ermutigend deinen Text zu lesen und freue mich schon auf kommende Posts jeglicher Art und bin natürlich neuer Leser deinens Blogs.
    Liebe Grüße, Lea♥

    https://xxleasworldxx.blogspot.de/
    https://www.instagram.com/leaxxjana/?hl=de

  5. 30. Juli 2017 / 01:05

    Ich bin auch so ein nachdenklicher Mensch, und ziemlich viele meiner Gedanken haben immer das selbe Muster und bringen mir überhaupt nichts, deshalb versuche ich auch immer mich nicht zu sehr von meinen Gedanken einnehmen zu lassen, andererseits fühlt es sich auch immer so gut an, durch so einen Text in seinem Kopf ''aufzuräumen'' 🙂 Dankeschön Lea! <3

  6. 30. Juli 2017 / 01:07

    Ja, genau das wollte ich mit dem Beitrag sagen, danke dir. <3

  7. 3. August 2017 / 11:18

    wahre Worte <3 auch wenn es schwer fällt, hör auf dich zu vergleichen. mach das, was dir Freude macht und nicht was gerade angesehen ist.
    Ich wünsche dir schonmal ganz viel Spaß in Berlin und an der Ostsee, Top, dass du das alleine machst, ich werd mir ein Beispiel dran nehmen! :))
    liebst kati

    http://www.katiys.com

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