solo travel diary baltic sea

DAY 1 – Der Anfang fast jeder meiner Reisen verläuft niemals so wie geplant, das scheint ein ungeschriebenes Gesetz des Universums zu sein, und meine Challenge ist es, zu lernen damit umzugehen und positiv zu bleiben. Nachdem ich Dienstag Abend den Entschluss gefasst hatte, meinem Blog ein komplett neues Aussehen zu verpassen, ging das Ganze sowas von schief dass ich irgendwann um halb vier Uhr morgens etwas unruhig und verbissen einsehen musste, dass das Ganze jetzt keinen Sinn mehr hat. Am nächsten Morgen setzte ich mich anstatt loszufahren vor den Laptop und kümmerte mich so gut es möglich war um meinen Blog. Dass ich ein paar Stunden später loskam als eigentlich gedacht war vollkommen okay – trotzdem – meine Laune an dem Morgen war wirklich nicht so selbstliebend und positiv wie ich es mir ausgemalt hatte. Während ich mit dem Fahrrad vor mich hinfuhr, dachte ich wegen den banalsten Dingen schlecht über mich selbst und die Welt, kennt ihr diese Gedanken, die euch so klein sie auch scheinen mögen, trotzdem eure Stimmung beeinflussen? Einige Podcasts später dachte ich plötzlich schon gar nicht mehr so schlecht über mich und radelte ich durch eine meiner liebsten Naturstrecken auf dem Weg von Hamburg an die Ostsee. Ich fing an Bilder zu machen und war fasziniert, ein Grund warum ich mir so eine gute Kamera gekauft habe, ist, dass das Fotografieren mir nicht nur einfach Spaß bringt, sondern ich dadurch immer wieder daran erinnert werde, wie wundervoll diese Welt doch eigentlich ist und wie verdammt dankbar ich dafür sein kann zu leben. Sich selbst nicht wertzuschätzen ist einfach sinnlos, wenn man sich selbst auch einfach lieben könnte, und das kann man. Später setzte ich mich ins Gras und entspannte mich während ich den niedlichsten Kühen zusah und mich von der Sonne beschienen lies. In Lübeck legte ich mit meinem geliebten Soja Latte und einer guten Menge an Raw Bites eine wohlverdiente Pause ein. Lübeck hat mich noch nie wirklich umgehauen, aber diese engen Gassen der Altstadt mit den so schön gestalteten Häusern haben es mir dann doch angetan. Je näher ich dem Meer kam, desto glücklicher wurde ich, und als ich dann das gemütliche Zimmer der Pension betrat fühlte ich mich einfach überglücklich, frei und dankbar dafür, am Leben zu sein und so unendlich viele Möglichkeiten zu haben, die ich alle wahr werden lassen kann. Es war einer dieser wundervollen Momente, in denen man einfach nicht mehr aufhören kann zu strahlen, weil man merkt, dass das Glück von innen, unabhängig von außen kommt. Ich machte einen Spaziergang zu Aldi um mir Essen zu kaufen. Den Rest des Abends verbrachte ich damit, einfach so am Meer zu sitzen und den Wellen zuzuhören. Bevor ich den Sonnenuntergang bewunderte, ging ich noch einmal im Meer baden. Es gibt kaum etwas vollkommeneres für mich als im Meer zu schwimmen, und dabei die langsam rosa und orange werdenden Farben des Himmels zuzuschauen. Und dieser Gedanke, dass diese Orte immer zu jeder Zeit auf diesem Planeten existieren, unabhängig von allen unbedeutenden Problemen ist unfassbar wundervoll. Als ich auf dem Nachhauseweg in einer Eisdiele total viele vegan Optionen entdeckte, musste ich natürlich Kokos und Zartbitterschoki testen, der Eisdiele muss schließlich signalisiert werden, dass sie auf dem richtigen Weg ist hehe. Später in der Pension machte ich mir ein minimalistisches Haferflocken, Bananen und Apfel Oatmeal. Damit kuschelte ich mich zum lesen und – guess what – schreiben – im mein Bett. Es gibt so viele wundervolle Dinge die ich hier in der kurzen Zeit machen möchte dass ich am liebsten gar nicht mehr schlafen gehen möchte.

die niedlichsten Kühe und Kälber auf dem Weg an die Ostsee, mit dem Fahrrad habe ich extra große Pausen gemacht um sie anzuschauen – die Altbauhäuser in Lübeck – Der Sonnenuntergang vom Strand von Scharbeutz aus

DAY 2 – Es war einer dieser Tage, an denen ich, obwohl ich am liebsten vor lauter Ideen was ich alles tun könnte gar nicht mehr geschlafen hätte, dann doch nochmal ohne irgendeine innerliche Anspannung gemütlich ausgeschlafen habe. Ich habe mich dann nachdem ich ein paar Kleinigkeiten erledigt hatte auf den Weg zu einem Fitnessstudio in der Nähe gemacht und Bizeps, Trizeps, Schulter und Rücken trainiert. Ich liebe es einfach neue Fitnessstudios auszuprobieren und auch im Urlaub trainieren zu gehen. Ich achte momentan wirklich immer und immer mehr darauf auf meinen Körper zu hören und nur das zu machen worauf ich Lust habe, denn was bringt es mir, meine Zeit mit Dingen zu verbringen die mich nicht glücklich machen? Nachdem ich am Strand zurück zu meiner Pension spaziert bin habe ich den Rest des Tages einfach damit verbracht die Umgebung zu erkunden und Bilder zu machen – und dabei natürlich so viel Meeresluft wie möglich aufzunehmen. Dabei merkte ich, wie unglaublich schön das Leben ist, wenn man loslässt, frei ist, und das tut, was man wirklich tun möchte. Auch wenn Gedanken erdrückend sein können, höre ich nicht auf neue Dinge zu wagen.


Wetterschwankungen auf dem Spaziergang am Strand entlang – und am Ende am Strand ein Regenbogen


DAY 3 – Mein letzter Tag begann mit jeder Menge Podcasts und ganz viel Zeit am Strand zu liegen, ein bisschen zu schreiben und zu malen. Ich bin so dankbar für jeden dieser klaren Momente in denen ich einfach nur dankbar dafür bin lebendig zu sein und all das erleben zu können. Bevor ich wieder nachhause gefahren bin, bin ich noch die Strandstrecke nach Travemünde, einem Nachbarort der einige Kilometer entfernt liegt gefahren und dort dann einen Gedankengang in Worte gefasst, der mir schon so lange im Kopf schwirrte. Ich bin dankbar dafür die Möglichkeit ergriffen zu haben und diese kleine Reise unternommen zu haben. Diese Zeit in der ich mich selbst und meine Gedanken aushalte und immer weiter lerne gut damit zu sein ist genau das was ich brauche. Jetzt bin ich schon total gespannt auf die nächste Reise die mich erwartet.

5 Kommentare

  1. 28. August 2017 / 16:03

    Erst einmal, vielen dank für dein so liebes Kommentar! Habe mich sehr gefreut! 🙂
    Du hast übrigens einen tollen Schreibstil und schaffst es, dass ich wenigstens etwas meine negativen Gedanken ablegen kann. Ich lese förmlich raus, wie positiv du gestimmt bist 🙂
    Klar gibts im Leben mal downs, dennoch finde ich, dass du unglaublich viel Positivität ausstrahlst in deinem Text. 🙂

    Werde deinen Blog gleich mal followen 🙂

    Liebe Grüße ♥
    Nicci von http://www.gossip-gaga.blogspot.de

  2. 28. August 2017 / 19:55

    Das sind super Bilder geworden und du hast recht, wenn man so tolle Momente fotografiert, sieht man, wie schön die Natur und das Leben ist!
    P.S. die Kuh finde ich besonders süß

    Liebe Grüße TAHA-JOHANNA
    http://blxcktreacle.blogspot.de

  3. 31. August 2017 / 19:37

    Wow die Fotos sind wunderschöne, wie es sich erst anfühlen muss, da zu sein..
    Ich liebe die Ostsee. Selber wohne ich eigentlich direkt an der Nordsee, aber Schlick und Watt sind lange nicht so schön wie Sand und blaues Wasser. Das du dich getraut hast alleine los zu fahren und diesen kleinen Urlaub zu machen finde ich echt toll und beeindruckend.
    Liebe Grüße, Lea♥

    https://xxleasworldxx.blogspot.de/
    https://www.instagram.com/leahoppee/?hl=de

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