rituals for inner peace and structure

Ich würde mittlerweile zweifellos jedem der mich fragt über mich selbst erzählen, dass ich ein Mensch bin, der sich jeden Tag unendlich viele verschiedene Dinge vornimmt die er machen möchte. Auf der einen Seite möchte ich jeden Tag dazu nutzen alles zu geben, Dinge zu erschaffen, zu wachsen und Erfahrungen zu sammeln, ich bin so hungrig auf das Leben an sich mit all seinen Ecken und Kanten. Wenn ich alles gebe fühle mich am lebendigsten und erfülltesten – meistens. ”Meistens” deshalb, weil diese Einstellung die ich habe hin und wieder einige Dinge nach sich zieht, auf die ich gerne lernen möchte zu verzichten.

Ich bin so oder so schon ein Extremist, und oft verliere ich mich dann in irgendeiner der Dinge die ich gerade tue und verliere dadurch dann den Blick auf die anderen Dinge an denen ich an diesem Tag noch wachsen wollte und die mir eigentlich auch noch wichtig gewesen sind. Was mir dann am Ende des Tages fehlt, ist diese wundervolle Balance und der Blick auf das Ganze an sich, anstatt zeitlich und innerlich zu sehr an irgendeiner bestimmten Sache festgehangen zu haben.

Was eigentlich viel bedeutsamer ist, ist neben den Dingen die auf der Strecke bleiben weil ich mich zu sehr auf eine bestimmte Sache fokussiere, die Verbundenheit mit mir selbst. Dadurch, dass ich den ganzen Tag durchgehend ohne Pause immer etwas tue, komme ich in so eine Art Zustand der manchmal ein bisschen dem einer Maschine zu nahe kommt. Ich frage ich mich dann, wer ich eigentlich bin wenn ich das nicht tue, oder wenn ich an sich nichts tue. Besonders wenn auf Reisen aus meiner normalen Routine raus bin, wird mir total klar wie schwer es für mich ist mal nichts zu tun.

Dadurch dass ich ständig dabei bin etwas etwas zu schaffen, bin ich oft zu sehr von meinem Ego geleitet und ich vergesse oft stolz auf das zu sein was ich geschafft habe. Statt es zu schätzen zu wissen, mich daran zu erfreuen und wirklich zu fühlen, stürze ich mich immer direkt in den nächsten Punkt auf meiner Liste.

Um diesen drei Folgen; Verlust von Balance, Identitätsabhängigkeit und fehlende Appreciation entgegen zu wirken, habe ich mir mir und meinem Wohlbefinden zu Liebe einige kleine Rituale und Routinen ausgedacht, damit ich insgesamt im Alltag friedlicher, strukturierter, dankbarer, glücklicher und auch liebender gegenüber mir selbst bin. Ich bin auf einer innerlichen Reise zu einem Ort, an dem ich friedlich sein kann, unabhängig von allen äußeren Umständen wie die Meinung anderer, dem was ich getan habe, wo ich mich befinde, oder sonstigen Faktoren. Es ist ein langer, aber wunderschöner Weg den ich gerne gehe. Die ersten kleinen Schritte in diese Richtung sind einige meiner Rituale, die ich gerne mit euch teilen möchte.


1. EMBRACE YOURSELF THE WAY YOU ARE Der für mich wichtigste Schritt von allen war es, zu akzeptieren wie ich bin und wie ich ticke, und mir zu sagen dass es einfach komplett okay, und nicht falsch so ist. Ich bin überzeugt davon, dass man sich ohne diese Akzeptanz gar nicht wirklich in diesen Punkten verbessern kann.

2. TAKE TIME TO BREATHE Der einfachste Weg wieder zu sich selbst zu finden wenn man gerade in irgendwelchen Dingen versunken ist, ist es natürlich einfach aufzuhören – sich Zeit zu nehmen – und ganz tief und bewusst durchzuatmen und den Körper zu spüren und seinen Bedürfnissen bewusst werden. Dadurch verbinde ich mich wieder mit mir selbst und shifte meinen Fokus wieder auf das Ganze, alles ganz easy. Ich würde mich mindestens einmal pro Stunde daran erinnern so eine Atempause zu machen, es kann nur positive Auswirkungen mit sich bringen. Auch Alltägliche Situationen wie Zähne putzen, duschen oder in der Bahn sitzen eignen sich perfekt dazu in sich zu gehen mit so einer einfachen Art der Meditation.

3. PLAN WITH A LIST Ich plane meinen Tag immer schon mit einer Liste am Abend davor. Am besten natürlich eine ausbalancierte Liste, auf der die Zeit und Entspannung mit sich selbst auch ihren Platz hat. Auch diese kleinen aber wichtigen und wohltuenden Rituale können in so eine Liste integriert werden. Eine durchdachte und realistische Reihenfolge ist für mich selbst super um das ganze einfacher durchzuziehen. Oft schaue ich auch zwischendurch am Tag auf meine Liste, um mich daran zu erinnern nicht an bestimmten Dingen zu verharren und auch noch anderen Dingen ihren Raum zu geben.

4. MAKE THE NOW BEAUTIFUL Für mich ist es super wichtig dass ich mich wohlfühle bei dem was ich tue, und nicht in so einen Tunnelblick zum Ziel hin verfalle. Ich möchte das was ich gerade tue mit Freude und Liebe tun. Was mich dabei unterstützt ist eine Umgebung in der ich mich wohlfühle, wie neben einem aufgeräumten und liebevoll gestaltetem Zimmer zum Beispiel mein Besuch im Lieblingscafé oder ein Kännchen mit meinem Lieblingstee auf meinem aufgeräumten Schreibtisch. Nehmt die Zeit euch vorher euren kleinen Wohlfühlort zu erschaffen in dem ihr voll und ganz da sein könnt, nichts lohnt sich mehr als das!

5. TAKE TIME TO REFLECT IN BETWEEN Und damit alles ein bisschen sicherer wird, spare ich definitiv nicht daran, mir in meinen Listen Zeiten zum reflektieren auf den bisherigen Tag zu geben. Ich persönlich liebe es zu einfach aufzuschreiben was ich bis jetzt schon an dem Tag gemacht habe, was ich noch machen werde, wie ich mich gerade fühle und was ich denke. Ich werde dadurch eine Million mal bewusster und schätze viel mehr. Zudem gibt es mir auch eine viel bessere innere Struktur und ich neige nicht so stark dazu mich in meinem Tag zu verlieren. Damit das nicht zu kurz kommt, plane ich es mir momentan ganz bewusst direkt nach der Arbeit ein um mich erstmal zu sammeln, ehe ich mich zum Beispiel direkt ins Bett mit Social Media fallen lasse, Haare wasche oder esse. Generell tut weniger Zeit auf Social Media unglaublich gut, einen viel freieren Kopf zu haben. Vielleicht habt ihr aber auch eine ganz andere Art den Tag zu reflektieren? Erzählt mir liebend gerne davon!

6. TAKE TIME TO JUST BE Ganz wichtig ist es für mich persönlich auch, mir jeden Tag ein bisschen Zeit dafür zu nehmen bewusst mal nichts zu tun und abzuschalten. Einfach so, damit ich ein bisschen besser lerne mich zu entspannen und nicht vergesse, dass mein Selbst unabhängig davon ist, was ich mache und erreiche. Dazu habe ich dadurch Zeit anzukommen und auf das was ich gemacht habe zu reflektieren und mich dafür selbst zu schätzen.

7. STEP OUT OF YOUR COMFORT ZONE Gerade diesen Sommer ist mir klar geworden wie viel ich in dieser Hinsicht noch zu lernen habe. Ich möchte es wagen oder wenn und aber so oft wie möglich aus meinem Alltagsumfeld hinaustreten.. direkt in Situationen die mir schwer fallen und mir meine Sicherheit nehmen wird. Durch nichts lerne ich mehr, bedingungslos glücklich und friedlich zu sein. Dieser innerer Frieden wie so ein Fels in der Brandung dem der Zustand des Wassers und des Windes nichts anhaben kann ist ein kleines Träumen von mir. Ein genauerer Blogpost zu diesem wundervollen Ziel erwartet euch ganz bald.

8. PRACTICE GRATITUDE DAILY Als letzten Punkt habe ich mir noch vorgenommen, mir wirklich jeden Tag noch einmal Zeit zu nehmen, aufzuschreiben für was ich an diesem Tag alles dankbar bin. Dabei möchte ich mich dann nicht auf die Dinge beziehen die ich an diesem Tag geschafft habe, sondern viel eher auf die Dinge unabhängig davon, wie zum Beispiel der Mond den ich durch mein Fenster sehen konnte, die Zeit am Meer, die Inspiration, die Sonne die auf meine Arme geschienen hat, oder den leckeren Tee den ich getrunken habe, nachdem ich einen Schneespaziergang gemacht habe. Auch vor ganz besonderen Geistesblitzen oder Erkenntnissen möchte ich keinen Halt machen.

16 Kommentare

  1. 29. August 2017 / 10:45

    So ein schöner Beitrag! ♥ In der heutigen Zeit ist alles so hektisch und ich versuche auch mehr zu meiner Mitte zu finden- das klappt man besser mal schlechter 🙂
    Liebste Grüße, Melina
    http://www.melinaalt.de

  2. 29. August 2017 / 11:15

    Hallo liebe Lea, erstmal vielen Dank für deinen Kommentar zu meinem letzten Post! Es ist doch immer schön zu wissen, dass es Menschen gibt, die die eigene Situation nachvollziehen können:)
    Als nächstes möchte ich dir ein großes Kompliment für deinen Blog aussprechen, ich bin immer wieder auf der Suche nach neuen Blogs, mit Content der mich interessiert und da gehört deiner definitiv dazu, habe hier gerade ein bisschen herumgestöbert.
    Was du da in deinem Text beschreibst, kenne ich von mir selbst nur zu gut. Ich bin auch oft Jemand der sich extrem in bestimmten Dingen verliert und dann dazu neigt alles Andere außen vor zu lassen. Außerdem fordere ich von mir selbst auch oft sehr viel und bin dann am Ende enttäuscht, wenn sich nicht alles nach meinen Vorstellungen umsetzen lässt..
    Deine Tipps sind echt sehr hilfreich, meiner Meinung nach ist auch Punkt 1 am wichtigsten und gerade an dem scheitern viele oft (eingenommen mir selbst, aber ich arbeite dran).
    Nummer 7 habe ich vor Allem dieses Jahr bewusst beherzigt und dadurch wirklich erstaunliche Fortschritte machen können, sich immer wieder aus seiner Comfort Zone hinauszubewegen zeigt einem, dass man doch viel mehr kann als man sich vielleicht vorher zugetraut hat.
    Achja und Listen finde ich auch ganz wichtig, ohne To do Liste kann ich es eigentlich direkt vergessen, wirklich produktiv sein zu können. Und das schönste ist doch, die geschafften Dinge dann nach und nach abzuhaken:)
    Ich wünsche dir eine schöne Woche und freue mich auf weitere Posts!
    Liebe Grüße,
    https://soulstories-amandalea.blogspot.de

  3. 29. August 2017 / 14:51

    Oh solch wahre und schöne Worte – toller Post Liebes! 🙂 Ich kann ein Lied davon singen, schaffe es so gut wie nie mir mal wirklich Ruhe zu gönnen, sondern bin irgendwie ständig unter Druck, obwohl ich mir diesen einzig und allein selbst mache. Naja Zeit für ein paar neue Mantra würde ich sagen 🙂 Sehr schöne Tips hast du hier ja schon gegeben! Hatte euch vor einiger Zeit einen Blogpost darüber geschrieben ("Lifegoal: Inner and outer Beauty" heißt der), vielleicht interessiert er dich ja auch :))
    Hab einen tollen Dienstag!
    Love Karo :*

    https://www.instagram.com/karolinkusche/

  4. 29. August 2017 / 19:04

    Wieder ein Beitrag, der trotz des Alltagschaos so viel positive Energie versprüht 😀 Ehrlich jetzt!
    Finde deine Tipps sehr gut und denke, dass ich mir davon auch mal eine Scheibe abschneiden sollte! Der letzte Tipp gefällt mir am besten 🙂 Ist wirklich eine klasse Idee und man wird immer wieder daran erinnert, wie schön das Leben doch eigentlich ist 🙂

    Liebe Grüße ♥
    Nicci von http://www.gossip-gaga.blogspot.de

  5. 30. August 2017 / 00:37

    So wahre Worte ! Weil ich sehr feinfühlig bin und über alles, was ich höre oder sehe, ewig lange nachdenke, fällt es mir meist schwer, inneren Frieden zu finden und ich setze mich unter Druck. Deine Tipps werde ich mir definitiv zu Herzen nehmen 🙂
    Liebst, Lea.

  6. 31. August 2017 / 00:30

    Freut mich so sehr das zu lesen ! <3 Bei mir ist es auch immer ein auf und ab, aber dadurch dass ich es akzeptiere ist es so viel einfacher! Tausend Dank!

  7. 31. August 2017 / 00:35

    Da sind wir wohl ziemlich ähnlich.. Ich merke auch wie extrem es einem einfach nur hilft wenn man einfach mal ganz plötzlich seiner Intuition folgt und alle Komfortzonen verlässt.. wie ein Wunder und es macht einen so frei. 🙂

  8. 31. August 2017 / 00:36

    Ich bin mir ganz sicher dass du besser darin wirst dir weniger negativen Druck zu machen!! <3

  9. 31. August 2017 / 00:39

    Hey du, ich schaue auf jeden Fall vorbei!! <3 Mir hilft es immer mich dann einfach zur Ruhe zu ''zwingen'' zb mit Zeit zu nehmen mein Lieblingsoatmeal zu kochen und schön anzurichten oder zum Yoga zu gehen. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass ich noch tausend Dinge ''weghustlen'' könnte. Man sollte sich dann daran erinnern dass es doch auch darum geht wie gut es einem an jedem einzelnen Tag gehen sollte.. <3

  10. 31. August 2017 / 17:08

    Deine ersten Absätze könnten auch von mir stammen – immer am tun, machen, erleben. Deswegen bin ich gerade sehr froh deinen Artikel gefunden zu haben, um mir Inspiration für mein Leben zu holen. 🙂 Lesezeichen ist gesetzt – ich werde immer mal wieder nachlesen und auffrischen!

    Liebe Grüße,
    Sarah

    http://www.saritschka.com

  11. 1. September 2017 / 10:51

    Hallo meine Liebe!

    Was du da in deinem Text beschreibst, kenne ich von mir auch sehr gut. Manchmal finde ich es gut, manchmal hasse ich diese Seite an mir.
    Ich finde deine Tipps dazu super und vor allem auch hilfreich. Danke dafür! 🙂

    Liebe Grüße und einen schönen Start in das Wochenende!
    Anna 🙂
    https://wwwannablogde.blogspot.de

  12. 1. September 2017 / 21:45

    Hach dein Post ist gerade soo passend und hilfreich für mich!! Bei mir hat die Schule jetzt wieder angefangen und ich merke jetzt schon wie mir das alles zu viel wird, und dass ich einfach ein bisschen mehr Zeit für mich brauche:) Schöner Post!
    Liebe Grüße, Alina // SEVENTYEIGHT

  13. 2. September 2017 / 11:57

    Du hast ja einen tollen Blog ! Ich bin ganz schön beeindruckt wie reflektiert und bewusst du lebst 🙂 Deine Tipps klingen wirklich toll! Ich bin immer noch eine kleine Chaotin und möchte anfangen meine Tage besser durchzuplanen. Dazwischen noch "Reflektionspausen" oder einfach nur Entspannungszeit bewusst einzuplanen ist mit Sicherheit eine richtig gute Idee.
    Mach weiter so!

    Liebste Grüße,
    Alina von Selfboost

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