experiencing a peaceful christmas

Um ganz ehrlich zu sein, seit ich neun oder zehn Jahre als bin habe ich spätestens nachdem die Bescherung und das Weihnachtsessen passé war in meinem Bett gelegen und stundenlang voller Selbstmitleid in mein Kissen geheult. Die Weihnachtszeit war für mich eine Zeit in der ich daran erinnert wurde wie ungeliebt ich bin. Ich habe mich benachteiligt gefühlt und mich gefragt, warum ein Weihnachtsfest gerade bei uns so abläuft, während so viele andere Menschen ein wunderschönes Weihnachtsfest zu erleben scheinen. Ich erzähle das nicht um für mein jüngeres Ich noch eine Portion extra Mitleid zu ernten, glaubt mir, damit habe ich mich in der Vergangenheit selbst schon reichlich genug beschenkt. Nein, ich möchte zeigen, dass man lernen kann anders mit bestimmten Situationen umzugehen. Trotz allen Komplikationen die innerhalb eurer Familie bestehen mögen, oder seien es auch einfach Verwandte, deren Anwesenheit dazu neigt einem die positive Energie zu entziehen – Man selbst trifft im gegenwärtigen Moment immer selbst die Entscheidung ein friedlichen Weihnachtsfest voller Liebe zu erleben. 

In erster Linie ist es am sinnvollsten den Heiligabend als eine innere Challenge zu sehen. Ich konzentriere mich darauf, an Heiligabend in meinem Ruhepol zu bleiben und friedlich in mir zu ruhen. Das mag an allen anderen Tagen des Jahres gar nicht so eine große Challenge sein, aber an Weihnachten, wo man mit allen Familienkomplikationen direkt konfrontiert wird ist es eine richtige Herausforderung. Und wie wundervoll ist es bitte, in der Lage dazu zu sein, all diese vielleicht wirklich schwer auszublendenden Umstände, wenn sie dann wirklich mal präsent sind, einfach so sein zu lassen wie sie sind und sich innerlich davon zu distanzieren? Auf den inneren Wachstum der daraus kann man mehr als stolz auf sich selbst sein! Ich konzentriere mich an Weihnachten also ganz besonders darauf, mich gerade innerlich von meinem äußeren Umfeld – in diesem Fall meiner Familie – zu distanzieren und zu lernen, auch in ihrer Anwesenheit zufrieden zu sein und meine Energie so wenig wie möglich von ihnen abhängig zu machen. Auch nach Weihnachten wird einem diese Fähigkeit helfen auch von anderen negativen Energien Abstand zu nehmen.

Gleichzeitig möchte man den anderen Menschen natürlich nicht mit Ablehnung gegenüberstehen. Wenn ihr mit bestimmten Familienmitgliedern nicht in Frieden seid, seht das Weihnachtsfest als eine Herausforderung um zu lernen, euch in diese Personen hineinzuversetzen und eine Art des Mitgefühls für den negativen Zustand in dem sie sich befinden, zu entwickeln. Dann fühle ich mit ihnen, und die Wut, die ich viel öfter als eigentlich nötig gegenüber ihnen entwickele, verschwindet. Ich meine, wie schade ist es, dass sie sie sich in einem Zustand befinden dass sie auf die verschiedenen Ereignisse in ihrem Leben so reagieren, dass sie sogar am Fest der Liebe nichts anderes tun als negative Energie in ihre Umwelt auszusenden? Ich versuche nicht sie zu missionieren und etwas an ihnen zu verändern, ich akzeptiere sie einfach. Und wer weiß, wenn ich lerne, ganz bedingungslos in meinem inneren Zustand des Friedens und der Liebe zu bleiben inspiriere ich vielleicht auch meine Mitmenschen dazu, anders auf ihr Umfeld zu reagieren.

Die Weihnachtszeit kann auch so eine schöne Zeit sein an der man dankbar für all die wundervolle Fülle in seinem Leben sein kann. Lasst alle Personen von eurer Dankbarkeit über sie wissen. Und ganz besonders dankbar kann man gerade in der Weihnachtszeit über die Erkenntnis sein, dass man selbst der Erschaffer seines eigenen Lebens ist. Aus allen scheinbar negativen Aspekten des Lebens kann man wachsen anstatt in einen Zustand des Selbstmitleids zu verfallen, ganz unabhängig davon, was man gerade in seinem Leben durchleben mag. Sei dankbar für die negativen Dinge in deinem Leben und nutze sie um daraus lernen zu können und dich immer weniger davon beeinflussen zu lassen. Nutze die Weihnachtszeit und konzentriere dich auf die Reflektion all dieser unfassbar wundervollen Dinge für die du unendlich dankbar sein kannst anstatt an negativen Aspekten festzuhalten. Sende Liebe in die Welt aus und nutze deine wertvolle Lebenszeit dafür, den Menschen die euch etwas bedeuten liebevolle Geschenke zu machen. Zusätzlich gibt es so viele wundervolle Organisationen mit denen ihr auch Obdachlosen oder Waisenkindern das Weihnachtsfest verschönern könnt. Auch sich selbst sollte man nicht vernachlässigen. Verdeutlicht eure Liebe euch selbst gegenüber nicht nur innerlich sondern tut euch auch selbst etwas Gutes und erfüllt euch einen Wunsch der euer Leben ein Stück wundervoller machen kann. Es muss keine teure Designertasche sein, auch kleinere Dinge wie eine neue Yogamatte, einen Blumenstrauß oder die liebevolle Zubereitung von eurem liebsten Gericht können einen mit der richtigen Portion Mindfulness genauso erfüllen. 

Also, nehmt eure wundervolle Lebenskraft um Liebe auf unserem Planeten auszusenden und ihn ein Stück besser zu machen. Nehmt alle Negativität als eine Herausforderung an, euch nicht davon abzuhalten euch weiterzuentwickeln und zu wachsen. Man kann unendlich dankbar dafür sein dass man selbst die die Wahl dazu hat sein eigenes Leben zu gestalten. Ich wünsche euch allen ein wundervolles Fest der Liebe, ganz erfüllt von Mindfulness, Wachstum und Frieden. 

6 Kommentare

  1. 23. Dezember 2017 / 16:44

    Wow, Lea ich bin beeindruckt von deinen aufrichtigen Worten – deinem etwas anderem Weihnachtspost und mal wieder von deiner positiven Einstellung 🙂
    Ich wünsche dir dass die ganze gute Energie die du aussendest schon ganz bald zu dir zurückkommt und dass du das friedlichste, wunderschönste Weihnachten überhaupt hast – du hast es verdient!
    Ganz viel Liebe
    Pia
    vielleicht wird alles vielleichter

  2. 23. Dezember 2017 / 17:19

    Ein wunderschöner Post, der irgendwie mal den wahren Geist von Weihnachten zum Vorschein bringt. Wunderschöne Worte!

    xx
    Josie / Warm Winters

  3. 24. Dezember 2017 / 12:11

    Liebe Lea,
    das tut mir aufrichtig leid, dass du Weihnachten als Kind so erleben musstest. Es ist bestimmt nicht einfach, so ein Fest zu feiern, wenn die Chemie zwischen den anwesenden Menschen nicht stimmt und Spannungen spürbar sind. Ich hoffe, dir gelingt es auch heuer wieder deinen Ruhepol zu finden.
    Ich wünsche dir auch ein zauberhaftes Weihnachtsfest zusammen mit deinen Lieben.
    Liebste Grüße,
    Christine

  4. 24. Dezember 2017 / 14:56

    Hey danke für deinen lieben Kommentar! Habe dir auch gleich mal gefolgt, weil dein Blog so schön ist!
    Frohe Weihnachten! <3

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