letting love be your motivation

letting love be your motivation
Wenn ich meinen Blick auf die letzten Monate werfe scheint rückblickend alles so undenkbar perfekt vom Leben aufeinander abgestimmt gewesen zu sein. Es hat mich an diesen wundervollen Zustand gebracht an dem ich mich jetzt befinde. Der Gedanke, all diese inneren Erfahrungen mit meinen Worten auszudrücken, befindet sich dann doch ein bisschen außerhalb meiner Komfortzone. Um anzufangen, ich erinnere mich selbst oft an einen ziemlich sturen Bock. Ich bin extremistisch, meistens nach dem Prinzip ganz oder gar nicht und überhöre so gut wie jeden liebevoll gemeinten Ratschlag bevor ich nicht selbst meinen persönlichen Tiefpunkt mit etwas erreicht habe und mich eigenständig dazu entscheide endlich etwas an meinem Verhalten zu verändern. Und dieser Tiefpunkt muss dann wirklich schon sehr, sehr tief sein. Aber wenn es dann so weit ist verändere ich auch etwas. Ich lasse langsam etwas Altes los und schaffe somit Platz für etwas Wundervolles und Neues.. Selbst ein so sturer Bock wie ich kann dann doch etwas Wunderschönes erschaffen.


Ich hatte in den letzten Monaten die Möglichkeit wieder einmal einen neuen, absoluten Tiefpunkt erfahren zu dürfen. Ich begann mehr und mehr damit auf all die Dinge die ich in meinem Leben erledigen musste und auch wollte mit Angst und Druck anstatt mit Liebe zu reagieren wie ich es eigentlich einst mit mir selbst ausgemacht hatte: Mich zumindest nicht komplett von meinem Ego diktieren zu lassen und gelegentlich etwas Einsatz zu zeigen um die Liebe nicht völlig außer acht zu lassen, denn ohne ist dann ja doch nicht so schön. Was meine persönliche Weiterentwicklung betraf hätte ich es mir in meiner Komfortzone gar nicht bequemer machen können. Vielleicht kam der obligatorische Tiefpunkt dadurch, dass ich in all dem ständigen und motorischen Tun den eigentlichen Sinn meines Schaffens und mich selbst ein wenig verlor. Ich vergaß den Sinn, doch eigentlich immer aus purer Liebe zum Leben und mir selbst erschaffen zu wollen. Den Sinn, dass ich erschaffen möchte um diesen Planeten zu einem glücklicheren Ort zu machen und währenddessen als menschliches Wesen sets zu wachsen und zu lernen. Den Sinn, dass ich bestenfalls jeden einzelnen Tag auf die schönst mögliche Art die mich erfüllt, leben möchte mit mindestens der selben Priorität wie der gesamte Rest meiner mir ganz allein selbst aufgetragenen To-Do Liste.

Ja, ich liebe ich es zu leisten. Ich mag es in meiner Kraft zu sein und natürlich tut es meinem Ego unheimlich gut sich immer mal wieder beweisen zu dürfen. Trotz aller Liebe gerät das Ganze bei mir überraschend schnell aus dem Gleichgewicht. Ich bin extrem, entweder ganz oder gar nicht eben. So vergaß ich dann nach und nach von all den wunderschönen Visionen die ich mir für den Planeten, das Leben und mich selbst gegeben hatte und mich jeden Morgen mit purer Freude und Dankbarkeit aufstehen ließen. Anstelle dessen begann ich mich durch die Dinge die ich tat zu definieren und meine Identität darauf zu gründen. Die Leistung die ich erbrachte bestimmte so viele Tage mein Selbstgefühl. Ich bewertete oft nur anhand der Leistung die ich erbrachte und vergaß all die anderen Wunder des Lebens. An all diesen einschränkenden Definitionen habe ich über die letzten Jahre mal mehr mal weniger, aber dann doch so lange festgehalten.Angst vor einem negativen Selbstgefühl wurde zu meiner einzigen Motivation Dinge überhaupt noch zu tun. Glücklicherweise tut sich wenn man es geschafft hat seine Gedankenmuster zu so einem tiefen Punkt zu treiben nicht mehr wirklich viel. Ich wurde immer träger. Mein inneres Gerüst der Sicherheit und Kontrolle schränkte mich – so elendig gemütlich es auch sein mochte – so sehr in meiner inneren Freiheit ein. 

In den letzten Monaten konnte ich rückblickend so viele meiner gelebten Glaubenssätze durchschauen und auflösen. So viele Teile meiner Identität begannen zu zerfallen. Ich konnte mich selbst nicht mehr belügen und durchschaute nach und nach immer mehr dieser Muster auf denen ich meine Identität zu gründen versuchte. In so vielen Situationen versteckte ich mich hinter meinen sorgsam aufgebauten Strukturen der Sicherheit und nun begann ich wie von  selbst auf eine wundervolle Art und Weise damit aufzuhören mir den manchmal so erdrückenden Druck zu machen, diesen Abläufen zu folgen. Langsam aber sicher bin ich ehrlicher mit mir selbst und lerne jeden Tag ein Stückchen mehr dem Universum und mir vertrauen zu schenken. Mit jedem losgelassenem Gedankenmuster entsteht ein wundervoller Raum für etwas Neues. Etwas, das roher, echter und so verdammt befreiend und ehrlich ist.

Für jeden Tiefpunkt in dem man vom Leben getrieben wird darf man auch unendlich dankbar sein. Nach diesem ganz neuen Tiefpunkt durfte ich Neues lernen. Ich lerne mich nicht mehr so sehr durch mein Tun zu definieren. Ich konnte lernen dass ich eigentlich sogar dann noch genug bin wenn ich überhaupt nichts mehr tue. Ich tue Dinge nun nicht mehr blind aus der Angst vor einem negativen Selbstgefühl, oder aus der Angst meine Identität zu verlieren, heraus. Ich habe erfahren dass ich in Wahrheit so viel mehr bin als das was ich tue. Ich lerne bewusst aus der Intention der puren Liebe zu erschaffen. Aus der wundervollen Liebe zu unserem Planeten im Universum, dem Wunder des Lebens und mir selbst als menschliches Wesen. Mehr und mehr von Liebe dazu motiviert zu sein etwas für diesen Planeten zu erschaffen ist etwas zauberhaftes und eines der schönsten und befremdendsten Wundern die ich bislang auf dieser Welt erleben durfte. 

Mein wahres Selbst durch diesen Tiefpunkt der mich zum loslassen gebracht hat nun intensiver als je zuvor erfahren zu dürfen erfüllt mich mit Dankbarkeit. Dankbar dafür, dass dieser tiefe Wunsch über den ich im letzten Sommer in meinen Gedichten mit so friedlicher Zuversicht schrieb zu meiner wundervollen Realität werden durfte. Ich bin so dankbar dafür, dieses Leben mit all den weißen, schwarzen und bunten Seiten die es mit sich bringt jeden einzelnen Tag erfahren zu dürfen. Es kommt gar nicht mal so selten vor dass mir momentan sogar auf routiniertesten Spaziergang zur Bahnstation Freudentränen der Dankbarkeit in die Augen schießen. Ich merke wie frei ich von all den inneren Wertungen und Ansprüchen, die ich all die Jahre immer wieder an mich selbst gestellt und mich unter Druck gesetzt habe, werde. Ich merke wie viel mehr ich bin, als die paar Definitionen und Identifikationen anhand von denen mein Verstand mich beschreiben lassen wollte. Ich merke wie wenig ernst und unwichtig all diese Kleinigkeiten doch sind, von denen ich mein Selbstgefühl habe bestimmen lassen. Ich bemerke zumindest einen kleinen Teil von all den wundervollen Perspektiven die ich anstelle dieser auf mein Leben wählen darf wenn ich es nur möchte. Oh, dieser Tiefpunkt meinte es so verdammt gut mit mir.

9 Kommentare

  1. 5. April 2018 / 18:56

    Wow, wirklich schöne und inspirierende Worte! Das Beste aus einem Tief zu machen, ist eine wahre Leistung. Respekt!
    Alles Liebe
    X

  2. 7. April 2018 / 16:41

    Liebe Lea,

    es freut mich, dass ich dich mit meinem Post über Prag etwas inspirieren konnte. Ich kann deinen Wunsch nach Wärme auch sehr gut nachvollziehen. Malta ist wie gesagt auch ein tolles Urlaubsziel! 🙂

    Dein Post ist sehr gut geschrieben, Gefühle und Gedanken lassen sich oft nur sehr schwer in Worte fassen, bzw. lassen sich manche Situationen nur schwer erklären. Aber du kannst dir wirklich jedes Mal selbst auf die Schulter klopfen, wenn du ein Tief überwunden hast! 🙂

    Liebe Grüße
    Lisa Marie

  3. 8. April 2018 / 12:59

    Richtig toller Post mit tollen inspirierenden Worten!

    Danke für deinen netten Kommentar auf meinem Blog 🙂

    Liebste Grüße, Berna von paapatya'blog

  4. 9. April 2018 / 12:59

    Sehr toll geschrieben, fuer Dein Alter bist Du unglaublich tiefgruendig und fast schon weise. Das Schreiben ist Dein grosses Talent.

  5. 10. April 2018 / 18:15

    Das Problem habe ich leider auch : Ich definiere mich durch mein Tun und meine Leistung. Sobald ich mal nichts tue oder leiste, hab ich ein schlechtes Gewissen. Manchmal bin ich dann total erschöpft und es fehlt mir einfach die Kraft, was Neues zu tun. Danke für deinen wunderbaren Zeilen. Sie regen zum Nachdenken an.
    Ganz liebe Grüße,
    Christine

  6. 13. April 2018 / 23:47

    Wow, du hast es so gut geschrieben und rübergebracht 🙂
    Musste den Zeilen folgen, einfach inspirierend!
    Wünsch dir einen tollen Tag!
    xx Katha
    showthestyle.blogspot.com

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