how to start healing yourself and eat mindfully

how to start healing yourself and eat mindfully

Vor etwa einem Jahr begann ich damit, vollkommen intuitiv und achtsam zu essen. Ich befreite mich entgültig von all den allen Vorgaben und vertraute meinem Körper so sehr wie noch nie zuvor. Der Teil, der zu dieser Geschichte dazu gehört ist, dass ich mit vierzehn Jahren eine Essstörung hatte und ich monatelang viel zu wenig aß und sich mein ganzer Tagesablauf sich Stück für Stück immer mehr nur noch um dieses Thema gestaltete. Das alles zerstörte natürlich nicht nur mein gesamtes Verhältnis zum Essen, sondern wirkte sich auf meine ganze Einstellung zum Leben und auch zu mir selbst aus. Eine lange Zeit danach wurde mir meine ganze Lebensfreude genommen und ich fühlte mich so verloren dass ich auch jetzt das fünfzehn Jahre alte Mädchen einfach nur in den Arm nehmen möchte. Naja, die Zeit heilt nun einmal alle Wunden, und auch bei mir änderten sich über die Jahreszeiten hinweg die Umstände. Ich lernte langsam, mir meine eigene Realität zu kreieren. Ich lernte mit einem mal Dinge kennen, die mir wirklich Freude bereiteten. Dinge, für die ich morgens aufstehen wollte. Ich lernte, mich selbst zumindest ein bisschen wertzuschätzen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich in der Sache mit dem Selbstvertrauen und der Selbstliebe kläglich hinterherhinkte – das hole ich jetzt auf. Ich bereue keine einzige dieser Phasen und bin einfach nur dankbar dafür, dass ich durch dieses gestörte Essverhalten wachgerüttelt wurde. Ich konnte dadurch erkennen, wie viel in meiner Beziehung zum Leben und zu mir selbst schief läuft. Ich konnte so unglaublich viel daran wachsen und lernen dass ich diese Zeit mittlerweile fast schon als ein Geschenk ansehe. Vor einem Jahr war ich an dann an einem Punkt angelangt, an dem ich zum ersten Mal so richtig zufrieden und kreativ lebte. Ja, ich war richtig verbunden mit mir selbst. An den meisten Morgenden sprang ich regelrecht aus dem Bett und konnte es kaum erwarten, den Tag damit zu verbringen, voller Freude aus meinem Inneren heraus zu erschaffen. Zu dieser Zeit war mein Essverhalten liebevoll, achtsam und intuitiv. Wenn ich hungrig war genoss ich das Essen mit Achtsamkeit, und wenn nicht dann ließ ich es bleiben und war mindestens mit der selben Freude dabei, andere Dinge zu tun. Sogar temporäre Leere, negative Emotionen, Gefühle und Gedanken konnte ich zulassen und vergehen lassen, ganz ohne dabei Essen als Kompensation zu nutzen.

Und weil eben alles im Leben temporär ist, blieb auch dieser herrliche Zustand nicht konstant bestehen. Während meines letzten Schuljahres konnte ich bestürzt dabei zusehen, wie diese Leichtigkeit aus meinem Leben wie die Luft aus einem alten Luftballon entwich. Ich konzentrierte mich nicht mehr auf mein Wohlbefinden, sondern auf meine Leistungen. ”Wenn ich etwas leiste, dann werde ich schon irgendwie automatisch glücklich‘’ dachte ich – haha.

Ich begann, wieder über meinen Hunger hinaus zu essen. Ich stopfte mich voll wenn ich gestresst war. Ich aß wenn ich Müde war und ich aß wenn ich mich nach einem anstrengenden Tag entspannen wollte. Später wollte ich nicht mehr einfach so mit mir allein sein und ich aß aus Langeweile, oder einfach nur, um überhaupt etwas zu tun. Kurz gefasst, Essen wurde für mich Kompensation zu einem Mangel an Liebe gegenüber mir selbst und meinem Leben. Wenn ich wirklich wollte und mir Mühe gab konnte ich achtsam und liebevoll essen. Doch viele Tage mochte ich mich selbst nicht genug und blieb in meiner Komfortzone mit dem sehnlichen Wunsch, dass all das emotionale Essen aufhören würde. Meistens fühlte ich mich machtlos in meinem gemütlichen Elend gefangen und glaubte nicht mehr an mich.

Vor ein paar Wochen entschied ich mich, dass es mir reicht. Ich entschied, aus diesem von mir selbst erschaffenen Kreislauf auszubrechen. Ganz ohne Ausreden. Ich beschloss, dass ich von diesem Augenblick an lerne, mich so sehr zu lieben, dass ich es mir selbst wert sein würde meine Gesundheit von nun an zur obersten Priorität in meinem Leben zu machen. Der Wunsch, mit den wahren Bedürfnissen meines Körpers in Verbindung zu leben, sollte wieder zu meiner Realität werden. Und nach all den Monaten, in denen ich mich in dieser Hinsicht so oft als vollkommen machtlos ansah, war diese Veränderung überraschend leicht. Ich kann nun sagen, dass sich das Thema emotionales Essen für mich aufgelöst hat und ich kann sagen, dass ich hoffe, dass es auch in der Zukunft so bleibt. Ich habe mich für Liebe zu mir selbst dazu entschieden, und ich entscheide mich jeden Tag aufs Neue dafür, mit all den Höhen und Tiefen des Lebens zu leben. Kein Tief muss durch Essen kompensiert werden wenn man es einfach einmal für diesen Moment annimmt.

Der Raum für neue Kreativität und Inspiration, der in den letzten Tagen durch das nun wieder intuitive Hören auf meinen Körper entstanden ist, ist einfach so wundervoll dass ich von unendlicher Dankbarkeit erfüllt bin. Es gibt mir so unendlich viel mehr, als ich jemals von irgendeinem Essen bekommen könnte, mag es noch so lecker sein. Es gibt so unbegrenzt viele, schönere Dinge als Essen. Dinge, die mir genau jetzt, wo ich voller Wertschätzung esse, bewusst werden. Während ich meine Tage nun damit verbringe, all diesen wundervollen Dingen auf dieser Erde nachzugehen, bin ich gleichzeitig viel annehmender dem Leben und mir selbst gegenüber geworden. Ich lasse negative Emotionen, Gedanken und Gefühle kommen und gehen. Ich bin unendlich dankbar dafür, diesen Kreislauf durchbrochen zu haben. Ich habe eines Morgens entschlossen, mir selbst genug zu sein und mich selbst, ganz so wie ich in diesem gegenwärtigen Augenblick auch sein mag, so gut ich kann zu lieben und anzunehmen. Jeden einzelnen Tag möchte ich die wundervolle Chance nutzen und noch ein Stückchen besser darin werden.

Vielleicht geht es einigen Menschen die das hier lesen ähnlich wie mir. Deshalb kam mir die Idee, einen langen und ausführlichen Blogpost über meine Geschichte mit dem emotionalen Essen, und vor allem aber meinen persönlichen Tipps um wieder in seine Kraft zu kommen und sich wieder mit den wahren Bedürfnissen seines Körpers zu verbinden. Tipps, die einem jeden Tag aufs neue dabei unterstützen können achtsam zu essen. Ich glaube an dich, dass du deinen einzigartigen Weg finden kannst, es ebenso zu lernen. Du hast immer eine Wahl!

Step one: Shifting a negative View to a neutral view Meistens fühlt man sich nach unachtsamen Essen nicht nur einfach nicht gut, in den meisten Fällen hat man anschließend auch ein schlechtes Gewissen. Ich dachte beispielsweise anschließend immer Ewigkeiten darüber nach und kreierte so viel unnötiges Drama, dass ich mich vor lauter Abwertung gar nicht mehr dazu motivieren konnte überhaupt noch irgendwas zu tun. Diesbezüglich hielt ich Ewigkeiten an der Vergangenheit fest. Aber um sich zu lösen und weiterzuentwickeln musste ich lernen, mich nicht mehr dafür zu verurteilen, loszulassen und einfach weiter mein Bestes zu geben. Deshalb ist es an der Zeit, dich selbst keine Sekunde länger für das was passiert ist zu verurteilen. Das Leben ist nicht immer nett und einfach, sondern manchmal eben auch ziemlich herausfordernd. Es ist nicht nur okay, sondern auch vollkommen normal zu fallen. Das was letztendlich zählt ist, wie du mit diesen Tiefpunkten des Lebens umgehst und was du aus ihnen siehst.

Step two: Shifting neutrality to positivity  Wenn man das negative Gedankendrama in seinem Kopf wieder ein bisschen neutralisiert und beruhigt hat – dann ist ein positives Mindset gar nicht mehr weit entfernt. Sieh dein Essverhalten als einen liebevollen Hinweis des Lebens an; Er macht dich darauf aufmerksam, dass du in gewissen Bereichen nicht im Reinen mit dir und deinem Leben bist. Jeder Fehler ist eine Chance zu wachsen und dich weiterzuentwickeln. Ich finde es ist eine absolut schöne Vorstellung, all die verschiedenen Herausforderungen des Lebens anzunehmen und dadurch zu einer bewussteren Version deiner Selbst zu werden.

Step three: Looking behind and see In der Regel steht hinter einem emotionalen Essverhalten natürlich etwas ganz anderes als das Essen selbst. In dem Moment, indem ich mich dazu entschied, mein Essverhalten nicht länger abzuwerten, sondern es als einen liebevollen Hinweis des Lebens zu sehen, veränderte sich einiges. Ich folgte dem Hinweis und schaute mir die verschiedenen Bereiche in meinem Leben an. Möglicherweise ist man in einem Lebensbereich unglücklich. Bei mir standen allerdings vor allem einige Glaubenssätze im Vordergrund, die sich in sämtlichen Bereichen meines Lebens manifestierten und diese beeinträchtigten. Insgesamt hat es durch diese Glaubenssätze insgesamt die Liebe zu mir selbst und meinem Leben gehadert. Wie schön, dass das Essverhalten so ein auffälliger Indikator ist und einen dazu anregt, tiefer zu schauen. Ingesamt gibt es neben einem geringen Selbstwertgefühl, Angst und Stress aber noch so viele weitere Gründe weshalb man zu Essen greift.

Folge der Aufgabe dir dir das Leben gegeben hat und wirf einen Blick hinter den Hinweis an der Oberfläche. Es kann so schön sein, tiefer in sein selbst einzutauchen und zu verstehen warum man das was man tut eigentlich tut. Von dem Moment an viel es mir einfacher, mich selbst nicht mehr dafür abzuwerten und das ganze als eine neue, schrecklich schöne Aufgabe des Lebens anzunehmen, an der ich wachsen darf.

Step four: Self worth and power Für mich persönlich war es unglaublich wichtig mir selbst wieder bewusst zu machen dass ich es wert bin, mich so gut wie möglich zu behandeln. Ich habe mir immer wieder eindringlich gesagt dass ich mich selbst lieben darf und mir bewusst gemacht, dass ich stark bin und die Kraft dazu habe, Verhaltensweisen zu verändern. Das Schöne war, dass ich mich dadurch aus Liebe, anstatt aus Angst dazu entschieden, habe etwas zu verändern und mich selbst so gut zu behandeln, wie ich es in diesem Moment eben kann. Aus dieser Liebe heraus kannst du dich wirklich voll und ganz für deine Gesundheit entscheiden, und all deine anderen Triebe und Bedürfnisse hinten anstellen.

Step five: Learning about your amazing body Was mir auch ganz besonders geholfen hat die Situation ein bisschen mehr zu akzeptieren und vor allem mich selbst nicht mehr dafür zu verurteilen war es, einfach über all die psychologischen Ursachen dahinter zu lernen. Ich habe gelernt, dass sogar wenn ich mich eigentlich gut fühle und im Reinen mit mir selbst bin, mein Gehirn trotzdem mit der Zeit verschiedene Verschaltungen und Nervenbahnen verknüpft hat. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und es ist vollkommen natürlich, dass nach einer gewissen Zeit bestimmte Handlungsabläufe zum festen Bestandteil einer Routine werden und Dopamin ausschütten. Beispielsweise gibt es Studien, in denen immer geklingelt wurde bevor Hunde gefüttert wurden. Nach einiger Zeit hatten die Hunde das Essen so sehr mit der Klingel verknüpft dass sie total unruhig wurden wenn einfach mal so – ohne Essen – geklingelt wurde. Kein Wunder also dass es so schwer sein, kann sich von alten Gewohnheiten zu lösen. Dein Gehirn verlangt erst einmal einfach noch nach dieser Routine. Glücklicherweise können all diese natürlichen Verschaltungen und Nervenbahnen auch wieder aufgelöst werden wenn du es wirklich möchtest und mit einer selbstliebenden Disziplin an die Sache herangehst.

Step six: Let your emotions be Wenn man es gewohnt ist seine Farbpalette an menschlichen Emotionen, Gedanken und Gefühlen ständig zu betäuben, dann kann es erst einmal richtig gruselig sein, diese voll und ganz zu spüren. Nachdem ich das nicht mehr tat fing ich zum Beispiel an, das Ganze mit Social Media zu überdröhnen. Das ist natürlich auch keine Lösung, viel schöner ist es, neben all den menschlichen Freuden die wir erfahren, auch einmal alle Schmerzen sein zu lassen ohne etwas zu tun um sie zu kompensieren. Am Anfang ist es unangenehm, aber nach kurzer Zeit bin ich dadurch in eine tiefe Verbundenheit und zu einer Akzeptanz mit mir selbst gekommen. Es ist ein wundervolles und kraftvolles Gefühl, zu Wissen dass man in der Lage dazu ist seine Gedanken sein lassen zu können. Man muss nicht versuchen sie zu kontrollieren, die wunderbare Kunst ist es, trotzdem das zu tun, was man wirklich tun möchte, ohne sich von ihnen kontrollieren zu lassen. Als ich das wieder gelernt habe, fühlte ich mich so wunderbar frei dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, einen so kurzen Genuss dafür einzutauschen. Aller Anfang ist schwer, aber danach war ich überrascht, wie leicht es war.

Step seven: Setting your Priorities Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie wichtig es ist, seine körperliche und vor allem mentale Gesundheit zu einer absoluten Priorität in seinem Leben zu machen. In dieser Hinsicht ist Disziplin einfach der wunderschönste Ausdruck an Liebe gegenüber sich selbst. Und die braucht es. Auch nachdem ich in meine Kraft gekommen war und mich aus Liebe dazu entschied, meine Gesundheit zu einer Priorität in meinem Leben zu machen, war mein Ego natürlich nicht lange verschwunden.

Deshalb erinnere ich mich jeden Tag mehrmals an die wundervolle Wahrheit, dass ich bereits vollkommen bin und alles, das ich benötige um erfüllt und kraftvoll zu fühlen, bereits in mir ist. Keine Leistung im Außen wird dies jemals ersetzen können. Gerade in Momenten, in denen ich mich rastlos und getrieben fühle, können ein paar bewusste Atemzüge, so falsch und unverdient sie sich in diesem Moment auch anfühlen mögen, ein kleines Wunder bewirken. Sie machen mich der Gegenwart, und meinen wirklichen Absichten wieder bewusst.

Ich meine, wir alle haben ein Ego, und da wahrscheinlich niemand von uns in diesem Leben vollkommen zum Buddha werden wird, sollten wir lernen auf eine Art und Weise mit unserem Ego zu leben, auf die es uns nicht zerstört. Essen beispielsweise als ein Mittel zu missbrauchen um mehr zu leisten und sein Ego somit für eine kurze Zeit zu beruhigen ging meiner Erfahrung nach komplett nach hinten los.

Ich habe mich deshalb dafür entschieden, meine Gesundheit aus bedingungsloser Selbstliebe heraus zu einer absoluten Priorität in meinem Leben zu machen. Intuitives Essen in Verbindung mit meinen körperlichen Bedürfnissen werde ich nicht mehr durch mein Ego beeinträchtigen lassen. Es ist eine Kunst der Balance, zu lernen sein Ego auf eine liebevolle Art als Teil des Menschseins zu akzeptieren und auf eine weniger selbstzerstörerische Art damit zu leben. Durch diese Heilung können wir mit einem neuen Bewusstsein eine neue Erde in Liebe kreieren.

Step eight: Eating as meditation Das achtsame Essen kann dann ein bisschen wie eine kleine Meditation gestaltet werden. Das heißt nicht, dass ich mir bei jeder Mahlzeit Kerzen anzünde. Es ist auch so eine wundervolle Möglichkeit um mit deinem Körper in Verbindung zu treten. Ich liebe es, mir die Zeit dafür zu nehmen, mein Essen ganz bewusst mit Liebe zuzubereiten und dankbar dafür zu sein, dass auf dem unglaublichen Planeten auf dem ich lebe so eine Vielfalt an Pflanzen wächst. Pflanzen die so wunderbar gut schmecken und meinen Körper stärken und gesund halten. Wenn du isst, kannst du diese Zeit zu einer ganz besonders bewussten Zeit mit dir selbst machen. Verzichte auf Ablenkungen jeglicher Art und sei einfach vollkommen bei deinem Essen und dir selbst. Mit so einer selbstliebenden Art des Essens dauerte es dann gar nicht mehr lange, bis ich lernte, bezüglich des Essens genug zu haben. Ich hielt nach dem Essen inne, fragte mich was ‚mehr’ mir jetzt, obwohl ich satt bin, noch ‚mehr’ geben würde und räumte anschließend nach einer kurzen Überlegungszeit meinen Teller liebevoll und bestimmt aus meinem Zimmer. Anschließend war ich angenehm gesättigt und glücklich darüber, dass es mir noch so gut ging dass ich meine wertvolle Lebenszeit damit verbringen konnte, noch etwas anderes und vielleicht sogar noch Schöneres, tun zu können.

Step nine: Minimalism Auch Minimalismus hat mir, als eine Person, die dazu neigt nie genug von irgendwas zu bekommen, total geholfen um wieder achtsamer zu essen. Damit ist jetzt natürlich nicht gemeint, dass man kleinere Portionen essen soll als der Körper eigentlich braucht, nein. Viel eher meine ich damit, die Auswahl der Nahrungsmittel ein bisschen minimalistischer zu gestalten. Anstatt mir zum Beispiel eine Bowl aus zwanzig verschiedenen, übereinander gehäuften Lebensmitteln zu machen, ist es doch viel schöner, lieber ein paar wenige Lebensmittel dafür voll und ganz zu genießen. Wann hast du das letzte mal den Geschmack von Haferflocken so richtig bewusst wahrgenommen? Ich konnte dadurch lernen, dass die Haferflocken an sich schon ein wunderbar vollkommenes Lebensmittel sind und ich sie nun gar nicht mehr mit zwanzig weitere Zutaten schmücken brauche, um genug zu haben. Minimalismus war für mich persönlich einfach ein absoluter Gamechanger, der mich immer wieder daran erinnert, dass ich bereits vollkommen bin und alles in mir trage, das es braucht um erfüllt zu sein.

Step ten: Creating new and mindful habits Gerade wenn man angefangen hat, viel Zeit mit emotionalem und kompensierenden Essen zu verbringen, müssen ein paar neue Gewohnheiten ausgetüftelt werden um die alten Muster nachhaltig zu durchbrechen. In den Stunden in denen man ansonsten unachtsam vor sich hingegessen hätte, ohne dem Essen die verdiente Aufmerksamkeit und Dankbarkeit entgegen zu bringen, kann man sich so viele neue, wundervolle Gewohnheiten überlegen. Beispielsweise kannst du nach dem Essen eine Yoga-Session einlegen, auf die du dich freuen kannst. Eine andere Möglichkeit ist es, dir einen schönen Tee zu machen und dich dann mit der selben Achtsamkeit mit der du vorher gegessen hast, nun voll und ganz deiner Arbeit oder auch einem Film zu widmen. Ansonsten kannst du auch bei entspannter Musik dein Zimmer aufräumen, einen Abendspaziergang machen, ein Buch lesen, oder etwas malen. Wenn du ganz gegenwärtig bei dem was du tust bist, wirst du bemerken, dass der gegenwärtige Moment eigentlich schon so wunderbar vollkommen ist und du gar kein zusätzliches Essen brauchst um glücklich und entspannt zu sein. Mit der Zeit wirst du Entspannung dann gar nicht mehr mit Essen gleichsetzen und aus Liebe zu dir selbst eine andere unendlich vielen, wunderschönen Möglichkeiten wählen um dich zu entspannen.

Step eleven: Diving into other areas of life Es gibt wirklich so viele andere wundervolle Dinge mit denen man die wertvolle Lebenszeit, die einem auf diesem Planeten geschenkt wurde, zu verbringen. Nutze die wundervolle Zeit, die durch das nun intuitive Essen entstanden ist, dafür, neue Bereiche des Lebens zu erkunden die in dir ein kleines Feuer entfachen. Geh diesen Dingen nach, und wer weiß, vielleicht entsteht daraus eine neue Leidenschaft. Eine Leidenschaft, die dich hin und wieder Schlaf, Essen und das Menschsein für eine Weile vergessen lässt.

5 Kommentare

  1. Lara-Sophie
    13. Juli 2018 / 17:39

    Der Beitrag ist so liebevoll und ausführlich verfasst! Man merkt sehr, wie viel Mühe du dir bei deinem Blog gibst. Diese Achtsamkeit bezüglich des Essens ist bei mir leider noch total schwankend, aber ich arbeite daran. Oftmals denken etliche, dass sie auf ihre Ernährung achten müssen, um abzunehmen. Kaum einer denkt aber daran, gesund zu essen, um seinem Körper etwas gutes zu tun. Ich glaube, dass eine solche Mentalität sehr dazu beiträgt, bewusst zu essen.
    Ganz liebe Grüße
    Lara

    http://www.verylara.com

  2. 17. Juli 2018 / 11:03

    Deine Texte sind immer so inspirierend und regen mich immer so sehr zum Nachdenken an. Das Essen und ich, das ist wie bei dir ein ganz eigenes Thema, jahrelange Essstörung und die Auswirkungen, mit denen ich nun zu kämpfen habe. Die letzten Jahre habe ich gelernt, meine Körper zu lieben und wie wichtig Gesundheit ist. Wir haben heute wirklich verlernt intuitiv zu essen, dabei sagt uns unser Körper genau, was er braucht und was nicht, das “wiederzulernen” ist bestimmt nicht leicht, aber so unglaublich wichtig. Vielen Dank für deine tollen Texte, ich schicke dir ganz ganz liebe Grüße, alles Liebe, x S.Mirli
    http://www.mirlime.com

  3. 17. Juli 2018 / 17:51

    Wow, dein Text ist einfach so toll und inspirierend geschrieben. Ich habe mich an vielen Stellen ertappt und dachte mir, ich sollte mich mit dem Thema mehr beschäftigen.
    Ich hoffe du bleibst weiterhin dabei.:)

    Viele Grüße
    Christin Sophie

  4. Laura
    22. Juli 2018 / 16:54

    Super toller Artikel, den ich gut nachvollziehen konnte, da es mir sehr ähnlich erging wie dir. Nach einer Essstörung hatte ich im Mai auch mein “vollkommes Glück” erreicht. Gesundes Essen ohne Cravings nach mehr. Leider hielt es auch bei mir nicht lange an. Die Bücher “Die Seele muss frei sein”, sowie die Bücher von Eckhart Tolle “Jetzt” und “Eine neue Erde” haben mir beim Prozess des sich bewusst werden sehr geholfen. Gerade weil es bei emotionalem Essen weniger um das Essen als um die mentalen Abläufe dahinter geht. Ich wünsche dir alles Gute und glaube fest daran, dass wir beide sicherlich wieder die Freiheit zurückerlangen werden, die wir schon einmal hatten.
    Ganz liebe Grüße, Laura

    • leachristin
      Autor
      24. Juli 2018 / 01:31

      Vielen Dank für die tollen Bücherempfehlung. Ich glaube ganz fest daran, dass wir beide vollkommen frei davon werden können 🙂 Als ich 15 war habe ich ”Eine neue Erde” und ”Jetzt” gelesen, das hat meine Sicht auf das Leben wirklich 180° gewendet. ”Die Seele will frei sein” habe ich mir zufälligerweise sogar gerade letzten Samstag in die Buchhandlung bestellen lassen und auch schon angefangen zu lesen.
      Alles Liebe <3

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