minimalistic travel workout routine

minimalistic travel workout routine

Mein Reise Abendteuer rückt mit jedem Tag ein bisschen näher. Heute morgen habe ich stolz meinen ersten (Express)Reisepass entgegengenommen. Meine Kreditkarte für das Ausland ist ebenfalls auf dem Weg zu mir, und das Visum ist zumindest schon beantragt. Neben den all trockenen Unterlagen die ich noch auszufüllen habe, und all die Impfungen, die mich noch vor meiner Abreise erwarten, gibt es aber auch wesentlich schönere Dinge, mit deren Kreation ich nun beginnen kann. Und eine dieser schönen Dinge ist meine Workoutroutine auf Reisen.

Seit ich vierzehn Jahre alt bin ist Sport ein Teil meines Lebens und ich habe bereits so einiges ausprobiert. Während der letzten zwei Jahre habe ich dann hauptsächlich Krafttraining und Cardio in Form von Joggen oder Fahrrad fahren im Fitnessstudio gemacht. Diese Routine war für mich ein total wichtiger Ausgleich zum Alltag und es gab Zeiten, an denen ich die nötigen Regenerationstage kaum aushalten konnte. Sport hat mich in vielen Zeiten mit mir selbst verbunden und war eine Leidenschaft für mich durch die ich mich – trotz aller Liebe – vollkommen definiert habe. Außerdem habe ich im Nachhinein auch gemerkt, dass ich das Krafttraining teilweise als ein Mittel genutzt habe um Kontrolle auszuüben und um mir selbst genug zu sein. Mittlerweile habe ich mich dazu entschieden, alle Definitionen loszulassen.

In den letzten Monaten hat die Zeit im Fitnessstudio hat mir weniger Freude bereitet und ich war anschließend nicht mehr glücklich, weil mir das Training so viel Spaß gemacht hat, sondern eher, weil ich es von meiner List abhaken konnte. Irgendwie hatte ich schon lange gemerkt dass ich irgendetwas ändern muss. Seit einigen Wochen gehe ich nicht mehr ins Fitnessstudio, sondern treibe Sport momentan hauptsächlich um meinem Körper etwas Gutes zu tun und als einen Ausgleich zum Alltag. Ich gehe momentan 5-6 Mal die Woche 12 Kilometer joggen, und an einigen Tagen mache ich anschließend noch ein paar Kraftübungen mit Eigengewicht, besuche eine Yoga Class oder gehe in der Natur spazieren. Ich fühle mich dabei viel verbundener mit der Erde, als wenn ich meine Zeit in einem Fitnessstudio verbringe.

Die Leidenschaft mit der ich damals Krafttraining gemacht habe, so besessen es teilweise auch war, vermisse ich ehrlich gesagt ziemlich. Zur Zeit beruhige ich mich mit dem Gedanken, dass es eine gute Entscheidung war das Alte loszulassen und somit Platz für etwas Neues zu erschaffen. Ich bin mir ganz sicher, dass ich eines Tages wieder eine ganz neue sportliche Leidenschaft finden werde. Am liebsten hätte ich das natürlich ab sofort, aber auch Geduld ist etwas dass ich lernen muss. Ich kann mir schon richtig vorstellen, schon ganz bald mit der selben liebevollen Disziplin, mit der ich vor einem Jahr fast jeden Tag ins Fitnessstudio gegangen bin, etwas Neues anzufangen. Dann hätte ich wahrscheinlich auch wieder umso mehr Freude daran Joggen zu gehen oder Krafttraining zu machen – einfach weil es dann wieder eine Ergänzung wäre um mein eigentliches Ziel – die neue Sportart – zu unterstützen. Ich träume sogar schon davon, in Sydney bereits ein paar erste Tanzstunden zu nehmen.

Bevor ich aber das Tanzen oder eine andere Sportart zu meiner Leidenschaft mache, habe ich nun erst einmal die wunderbare Möglichkeit ganz andere Leidenschaften zu einer Priorität zu machen: Die Leidenschaft, diesen Planeten zu erkunden, mich mit anderen Menschen zu verbinden, zu Schreiben, zu Malen, und alle anderen Leidenschaften die das Leben sonst noch bereit hält. Im kommenden Jahr werde ich so beschäftigt damit sein, dass ich keine Zeit haben werde so viele Stunden in aufwendigen Sport zu investieren. Vielleicht ist es sogar schön, dass ich meine Leidenschaft für zeitaufwendiges, ortsgebundenes Krafttraining vor meinem Aufbruch verloren habe. Das Bedürfnis, am besten jeden Tag ein Fitnessstudio aufzusuchen wäre auf einer abenteuerlichen Reise vermutlich zu einem großen Klotz am Bein geworden.

Trotzdem möchte ich natürlich auch während der kommenden 365 Tagenauf Reisen Fit und gesund bleiben. Selbst wenn ich nicht jeden einzelnen vor Begeisterung aufstehe, weil ich jetzt joggen gehen werde, weiß ich trotzdem, wie viel besser es mir geht, wenn ich täglich Sport mache. Außerdem ist es ein wunderbarer Ausgleich zum Rest des Tages, und der meditative Zustand der dabei entsteht, entspannt mich innerlich und verbindet mich mit mir selbst. Bewegung heilt. Daher kam mir die Idee, eine einfache, minimalistische Workoutroutine zu kreieren. Eine Routine, die wirklich fast überall auf diesem Planeten mit minimalen Ansprüchen zu bewältigen ist. Zudem bietet eine tägliche Routine eine perfekte Balance zum Rest des Tages, der dagegen durch das Reisen wenig routiniert ablaufen wird. Nach der morgendlichen Workoutroutine kann man dann anschließend glücklich den Rest des Tages damit verbringen, die verschiedensten Orte dieser Erde zu erkunden.

Am besten steht man für das minimalisitische Reiseworkout jeden Tag früher auf. Dann, wenn der Rest der Welt noch am schlafen ist. Die Temperaturen sind morgens noch kühler und Sport somit um einiges angenehmer. Was mich betrifft, möchte ich jeden Tag 12 Kilometer joggen gehen (vielleicht sogar mehr, falls ich mich in das morgendliche Laufen verlieben sollte). Die Strecke ist optimal für mich, da es nicht zu lang ist oder zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Gleichzeitig muss ich mich selbst motivieren, nicht gleich wieder mit dem Laufen aufzuhören und muss positiven Willen aufbringen um die Sache auch durchzuziehen. Das ist natürlich bei jedem unterschiedlich – Ich habe seit ich 14 bin fast jeden Tag Sport gemacht, und bin auch diesen April bei meinem ersten Marathon mitgelaufen, demnach sollte da jeder auf seinen Körper hören, welche Strecke einen zwar herausfordert, aber trotzdem noch Spaß macht und einen energiegeladen und nicht schon völlig erschöpft in den neuen Tag der Reise starten lässt.

Nachdem ich meine 12 Kilometer dann gelaufen sein werde, möchte ich mir anschließend noch 3 mal die Woche 30 Minuten Zeit für Übungen mit dem eigenen Körpergewicht nehmen. Das Ganze macht Spaß, ist eine netter Abwechslung und ich fühle mich besser, als wenn ich wüsste, dass ich jetzt wirklich gar nichts mehr für meine Muskeln mache. Außerdem möchte ich an den anderen 3 Tagen der Woche anschließend noch 30 Minuten Yoga machen. Auf den Bildern habe sind verschiedene Posen zu sehen, die für den eigenen Flow inspirieren können. Außerdem möchte ich das Projekt Kopfstand, Unterarmstand und Handstand wieder in Angriff nehmen – das sollte schließlich auch auf Reisen funktionieren. Ich möchte schon eine lange Zeit unbedingt wieder regelmäßig in diese Yogaroutine kommen – es ist ein echtes Träumchen von mir, in ein paar Jahren eine Yogalehrerausbildung in Indien zu machen. Ich habe Freude daran, neue Dinge mit meinem Körper auszuprobieren, dehnbarer zu werden und neue Dinge zu lernen. Und naja, vielleicht werde ich dann zusätzlich dazu auch schon eine neue Leidenschaft zum Tanzen in Sydney entfalten, oder aber meine Liebe zum Surfen und Tauchen entdecken.

Und wie macht ihr das, wenn ihr ein paar Tage ein paar Wochen oder ein paar Monate damit verbringt, den Planeten zu erkunden? Reicht euch die alltägliche Bewegung vollkommen aus, oder nehmt ihr euch Morgens (oder Abends?) noch zusätzlich mit Sport eure Me-Time?

6 Kommentare

  1. 27. Juli 2018 / 07:55

    Es ist so schön zu lesen, wie Sport dich in deinem Leben begleitet hat und auch immer noch begleitet. 🙂 Mir geht es da genauso, dass Sport mir in gewissen Situationen einfach hilft, runter zu kommen, den Kopf frei zu bekommen und mich einfach mal so richtig auszupowern. Ich laufe und schwimme total gerne und in diesem Jahr ist auch noch Yoga dazu gekommen. Wenn ich Yoga schon vor zwei Jahren gemacht hätte, dann hätte ich bei meiner Reise in die Dom Rep auch an einigen Yogakursen teilgenommen. Naja, das nächste mal dann vielleicht.
    Ansonsten habe ich aber auch immer den Sport auf eine Reise mitgenommen. Bei unserer Reise durch Florida habe ich beispielsweise immer Sport in den Fitnessstudios der Hotels gemacht (hauptsächlich auch laufen) und zusätzlich schwimmen in den Pools.

    Ganz liebe Grüße
    Kathleen
    https://kathleensdream.de/

  2. 27. Juli 2018 / 12:36

    Fürs Reisen ist so etwas wie Joggen oder Yoga halt auch viel besser umzusetzen. Das kann man wirklich überall machen!
    Mir ging das ehrlich gesagt mit dem Sport leider noch nie so wie dir. Ich war immer schon froh, wenn ich den abhaken konnte und hab’s leider auch noch nie aus Spaß gemacht. Obwohl’s mir gut tut… Na ja. 😉

    Dankeschön für deine lieben Worte zu meinem letzten Post. Schön, dass dir die Fotos gefallen (Cinque Terre war aber auch echt traumhaft schön) und auch meine etwas andere Art des Reiseberichts so gut ankommt. 🙂

  3. 27. Juli 2018 / 12:53

    Ohja, Sport ist wirklich ein toller Ausgleich zum Alltag. Ich habe selbst 2x die Woche Handballtraining und gehe nebenbei noch ins Fitnessstudio und könnte mir eine Woche ohne diese Einheiten gar nicht vorstellen :). Homeworkouts finde ich auch immer eine coole Sache. Yoga habe ich bisher allerdings noch nicht ausprobiert..
    Liebe Grüße,
    Alina von https://aphotojournal.de/

  4. 27. Juli 2018 / 16:17

    Da hast du dir ja echt was vorgenommen! Wahnsinn 🙂
    Ich möchte auf meiner Reise auch unbedingt weiter Sport machen und mir die Zeit für mich nehmen, aber einen genauen Plan bzw. Ziele habe ich nicht. Ich will einfach schaun was auf mich zukommt und wozu ich Lust habe 🙂
    Mein Visum habe ich ebenfalls schon beantragt und bin total gespannt! 🙂 Die Vorfreude steigt!!

    Liebste Grüße
    Pauline <3

    https://mind-wanderer.com/2018/07/26/exploring-the-algarve-portugal/

  5. 28. Juli 2018 / 09:50

    Wow, da hast du dir aber ein straffes Programm ausgewählt!
    Ich finde es aber schön, wenn man auch sagen kann, dass man sich nicht komplett verplant sondern bei solchen Gelegenheiten einfach mal in den Tag hineinlebt. Bei solchen Reisen geht das wunderbar und meistens erlebt man dann die spannendsten Sachen!

    Liebst, ina

    Schau doch mal auf alltagsmoi vorbei <3

  6. 31. Juli 2018 / 17:27

    Wow, fast jeden Tag 12 km zu Laufen ist schon echt eine Nummer, Respekt! Mit dem Fitnessstudio geht es mir gerade aehnlich wie Dir, ich denke dass hat auch mit den momentanen extremen Temperaturen bei mir zu tun, ich kann mich generell gerade eher schlecht zum Sport aufraffen, weil ich die Hitze eh schon nicht so gut vertrage. Aber ich habe auch Yoga als Leidenschaft gefunden und der Vorteil ist, dass man dies ja wirklich ueberall ohne Probleme machen kann. Wenn ich auf Reisen bin, gehe ich gerne mal ins Hotelgym, wenn vorhanden, in Australien habe ich Surfen als Sport fuer ich entdeckt und es war damals meine absolute Leidenschaft. Um fit fuers Surfen zu sein, war ich auch viel Schwimmen und generell ist man auf Reisen ja viel zu Fuss unterwegs.Kann Dir das Surfen wirklich nur empfehlen. Allerdings ist es auch nicht gerade guenstig. Alleine mit einem Board ins Wasser zu gehen kann ich eher nicht so empfehlen, wenn man nicht der absolute Profi ist, da das schnell mal gefaehrlich werden kann. Die Surfkurse oder aber auch nur ein Board leihen ist halt nicht gerade so guenstig, aber es lohnt sich. Vielleicht hast Du ja auch Spass dran, wie ich an einem Surfcamp teilzunehmen, ich habe dort viele interessante Leute kennegelernt waehrend meiner Reise. LG Jennifer von https://fashionistasfairytale.blogspot.de/

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