about recreating my life in munich

about recreating my life in munich

Seit Monaten plane ich, endlich wieder regelmäßig mit dem Bloggen zu beginnen. Endlich wieder das zu tun, was mich seit ich denken kann, immer und immer wieder erfüllt. Nun möchte ich meiner Leidenschaft wieder mit genauso viel Energie, Dankbarkeit und Ehrfurcht nachgehen, wie ich es immer getan habe, bis ich dann letzten Sommer etwas überstürzt meine Sachen zusammengepackt habe, um den Planeten zu erkunden. Gerne hätte ich so weiter gemacht wie vorher, aber mich vor meinen Laptop zu setzen und zu schreiben, war irgendwie nicht mehr dasselbe. Während ich mich immer wieder in Cafés fand, um einen neuen Versuch zu starten mich wieder mit meiner Berufung anzufreunden, war ich schon, ehe der erste Absatz überhaupt fertig getippt war, genervt und verärgert. Ich fühlte mich uninspiriert, erschöpft und enttäuscht über die Tatsache, dass ich scheinbar rein gar nichts mehr zu sagen hatte. Etwas kürzer zusammen gefasst: nachdem ich über ein Jahr lang fleißig einen Post nach dem anderen kreiert hatte, brauchte ich eine Pause, um meine Leidenschaft nicht auf ewig zu verlieren, sondern ihr wieder mit genauso viel Liebe und Dankbarkeit folgen zu können wie sie es verdient hat.

Und naja, nach einem halben Jahr, in dem ich mich nun insgesamt, wenn es hoch kommt, gerade eben so einmal im Monat aufraffen konnte, um mir irgendeinen belanglosen, halbherzigen Post aus den Fingen zu saugen, scheint diese Pause nun endlich ein Ende zu haben. Mit diesem sonnigen Frühling zusammen habe ich einen Punkt erreicht, an dem ich wieder einfach nur schreiben möchte: diesen Blog, Bücher, Kurzgeschichten – einfach alles. Ich bin wieder inspiriert, ganz gleich ob diese ersten Worte sich gerade in etwa so anfühlen, als würde ich mich nach jahrelanger Pause zum ersten Mal wieder auf einem wackeligen Fahrrad wiederfinden – davon lasse ich mich jetzt nicht abschrecken.

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A LITTLE FLASHBACK THROUGH LIFE THE PAST EIGHT MONTHS – Auch wenn es auf dem Blog sehr ruhig war, lief mein Leben überraschenderweise doch noch irgendwie weiter – auch ohne das Schreiben. Nachdem ich drei Monate lang durch Australien, Bali und Singapur gereist bin, habe ich noch ein paar Tage in England verbracht, um Brighton und London zu erkunden. Kurz darauf fand ich mich für zwei Monate als sogenannte Vollzeit-Barista bei Starbucks in Hamburg wieder. Auch wenn ich mir die grauenvollen Schichten echt nicht zurückwünsche, habe ich dadurch das nötige Geld verdient, um dann im Januar einen Monat in Indien, genauer gesagt in Rishikesh, verbringen zu können. Dort habe ich nicht nur eine Yogalehrerausbildung gemacht, sondern auch wundervolle Menschen kennengelernt, die ich hoffentlich niemals aus den Augen verlieren werde.

interior

FEBRUARY DEPRESSION – Obwohl ich nach meiner Rückkehr von Indien eigentlich den ganzen Tag lang in Glückseligkeit hätte schwelgen können – erfüllt von all den wundervollen Erfahrungen, die ich in Rishikesh machen durfte, und auch all die Herausforderungen, die ich gemeistert hatte – kam es irgendwie anders – mein undankbares Ego meldete sich sehr, sehr laut zu Wort. Der Februar war in meinem bisherigen Leben immer ein dunkler Monat. Trotz aller optimistischen Vorsätze war es auch 2019 noch nicht anders. Das Bett wurde zu meinem Reich, und halbwegs bei Laune hielt ich mich bloß mit einer besorgniserregenden Menge an bestellten Pizzen, Keksen und literweisem Eis. Das erste Mal seit Jahren schmiss ich mich in dem Februar hemmungslos in diese scheinbar unendliche Sinnlosigkeit und Kraftlosigkeit hinein. Ob man es glaubt oder nicht, mittlerweile habe ich endlich gelernt, einige Erfahrungen, die meine Seele in diesem Leben scheinbar machen möchte, einfach vollkommen zuzulassen.

home

MOVING TO MUNICH – Und obwohl es mir mental und auch körperlich um  einiges hätte besser gehen können floss das Leben weiter. Im Dezember hatte ich bereits meine Zusage für das Psychologiestudium in München erhalten. Dieser Studiengang ist – wenn man die Tatsache betrachtet, dass ich wirklich schon seit Jahren davon träumte, eines Tages Psychologie zu studieren – wirklich ein wahres Geschenk des Universums. Im Februar musste ich dann irgendwann also auch schweren Herzens und träge mein Bett verlassen, um mich auf Wohnungssuche zu begeben. Mein Reiserucksack wurde wieder gepackt und der Zug brachte mich an einem kalten und frühen Februarmorgen zum ersten mal von Hamburg nach München. Nach ein paar Tagen hatte ich dann tatsächlich meine erste Einzimmerwohnung gefunden. Voller Licht, in einer netten Gegend und sogar mit einem Balkon. Die Tatsache, dass diese Wohnung ganz genau den Vorstellungen entsprach, die ich als kleines Mädchen von meiner ersten eigenen Wohnung hegte, erfüllte mich dann doch noch mit einer wundervollen Dankbarkeit. Eine Dankbarkeit, die die täglichen Becher an Eiscreme langsam aber sicher wieder reduzierte.

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A LITTLE TIGER AS A ROOMMATE – Bevor die Einführungswoche der Uni Anfang März stattfand, blieb mir noch genug Zeit. Neben dem Einrichten der Wohnung und ersten Erkundungen der Stadt, entschied ich mich dazu, mir eine Katze zu kaufen. Auf Ebay entdeckte ich dann meinen kleinen Tiger Balu. Ein einjähriger Schmusekater, der aufgrund des Asthmas seiner alten Besitzerin ein neues Zuhause suchte. Nachdem er sich die ersten Tage unter meiner voll aufgedrehten Heizung versteckte und nachts kläglich miaute, begann er dann doch noch damit, nachts neugierig über meine Bettdecke zu schleichen. Einen Tag später schnurrte er zum ersten Mal zaghaft, als ich einen weiteren Streichle-Versuch startete. Nach einer Woche waren wir die besten Freunde. Mittlerweile wartet er an der Tür darauf, dass ich nach Hause komme, liegt schnurrend auf meinem Schoß während ich die Uni-Vorlesungen nachbereite und schläft nachts mit auf meinem Kopfkissen. Mit dem Umzug einhergehend bin ich nun also auch noch zu einer Katzenlady geworden und muss zugeben, dass ich es liebe. Ist Balu nicht ein goldiges Wesen?

MEIN SCHATZ

STUDYING EVERY LITTLE THING ABOUT PSYCHOLOGY AND FINDING MY DREAM PART TIME JOB- Mittlerweile sind die ersten Wochen des Studium bereits vergangen. Ich bin richtig motiviert zu lernen, wahnsinnig dankbar für die Möglichkeit, die sich mir ergeben hat, und fest entschlossen, die beste Psychologin zu werden, die ich irgendwie sein kann. Ich stehe zwar noch ganz am Anfang, aber glücklich mit meiner Entscheidung bin ich allemal. Neben dem Studium bleibt trotzdem noch eine Menge Zeit für einen Nebenjob. Nachdem Starbucks mich etwas traumarisiert hatte, war ich umso entschlossner, in München dann einen Job zu finden, der mich mindestens genauso glücklich machen sollte wie das Eiscafé, in dem ich damals in Hamburg neben der Schule gearbeitet hatte. Fündig wurde ich im ‚Katzentempel Café‘. Ein veganes Café, in dem sechs Hauskatzen bei den Gästen täglich für Entzücken sorgen. Im Gegensatz zu meiner Arbeit bei Starbucks freue ich mich hier richtig auf meine Schichten. 

katzentempel

FINALLY TIME, INSPIRATION AND ENERGY FOR CREATIVE WORK – Aber auch für den Rest meiner Freizeit, den ich ich nicht mit der Uni oder im Katzentempel Café verbringe, gibt es eine Menge Ideen. Ich möchte wieder mehr Yoga machen, Laufen gehen, mich in Romanen verlieren, München erkunden, Tanzen, Pilates ausprobieren, neue Menschen kennen lernen, in der Natur spazieren gehen, eigenständig über die Dinge lernen, die mich interessieren, vegan kochen, meine Wohnung zum absolut schönsten Zuhause machen, das ich mir vorstellen kann, mir Zeit für mich zu nehmen, aber vor allem wieder so richtig kreieren. Neben einer Menge kreativer Projekte, die mir momentan durch den Kopf schwirren, möchte ich vor allem dem Schreiben meines Blogs mehr Zeit und Energie widmen als jemals zuvor. Nach monatelanger Pause scheint jeder einzelne meiner kreativen Kanäle wieder empfänglich für die Inspiration und all das Schöne des Universum zu sein. Es ist an der  Zeit, diesen Blog wieder voller Liebe zu führen, und ich bin mir sicher, dass das Schreiben über diesen frischen Start eines vollkommen neuen, ungeschriebenen Lebensabschnitts in München ein guter Anfang ist.

collage

1 Kommentar

  1. 3. April 2019 / 18:58

    Hellouu,
    es freut mich sehr, dass du wieder da bist. Nach einer kleinen Pause fällt es auch mir immer wieder aufs Neue schwer, wieder in den alten Rhythmus zu kommen.
    Mach dir selber keinen Stress dabei 🙂
    Hab einen schönen Tag!
    Liebst, Marie <3

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